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Was ist ein Pickel und wie entsteht er

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Nicht nur in der Pubertät sind Mädchen und Jungen von Pickeln, Mitessern & Co betroffen. In der westlichen Welt kämpfen auch viele Erwachsene mit unreiner Haut. Was genau ist aber nun ein Pickel und wie entsteht er überhaupt?

Was ist ein Pickel?

Ein Pickel ist auf den Punkt gebracht eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen in der Haut mit Knötchen- und Pustelbildung.

Wie entstehen Pickel?

Grundsätzlich sind zwei Faktoren für die Entstehung von Pickeln verantwortlich: Hyperkeratose und Seborrhö.

Hyperkeratose

Hierunter versteht man eine verstärkte Verhornung der Haut. Es kommt zu einem vermehrten Wachstum der Hornzellen. Dadurch kommt es auch zu einer Verengung der Talgdrüsen-Ausführungsgänge. Gleichzeitig können abgestorbene Hautzellen nicht schnell genug abgestoßen werden. Fette und zu Akne neigende Haut verhornt an der Oberfläche stärker als normale oder trockene Haut.

Seborrhö

So bezeichnet man die Überproduktion von Hautfetten durch die Talgdrüsen. Die Haut besitzt viele Drüsen, die Talg produzieren, um das größte Organ zum Beispiel vor dem Austrocknen oder vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Dieser Talg wird durch Haarkanäle an die Hautoberfläche transportiert. Akne entsteht aufgrund einer vermehrten Talgproduktion und verengten Ausführungsgängen. Bei Akne-Patienten setzt sich der Talg zudem oftmals anders zusammen als bei gesunden Menschen, was Entzündungen weiter begünstigt. Gerade in der Pubertät nimmt die Produktion der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) bei beiden Geschlechtern zu. Die Talgdrüsen werden dadurch zu vermehrter Produktion von Talg angeregt. Die Empfindlichkeit der Talgdrüsen gegenüber den Androgenen bestimmt das Ausmaß der Talgproduktion und ist individuell unterschiedlich.

Pickelentstehung

Durch die zunehmende Produktion von Talg und die gleichzeitige Verengung der Ausführungsgänge durch die Verhornung der Haut staut sich der Talg an und bildet einen Pfropfen – den sogenannten Mitesser.

Von diesen unangenehmen Zeitgeistern gibt es zwei verschiedene Arten: Weiße Mitesser sind feste, weißliche Knubbel unter der Haut ohne eine sichtbare Spitze oder Porenöffnung. Da der Inhalt nicht nach oben austreten kann, geht der Mitesser in die Breite, platzt und ruft Entzündungen unter der Haut hervor. Die Folge: ein dicker Pickel mit Eiterhaube.

Dringt der weiße Mitesser nach oben an die Hautoberfläche wird er schwarz. Die Schwarzfärbung ist allerdings kein Schmutz, sondern wird durch den Hautfarbstoff Melanin hervorgerufen. Wird der schwarzer Mitesser nicht entfernt entwickelt er sich aufgrund von Bakterien ebenfalls zu einem eitrigen Pickel. Denn während des Talg-Abbaus entstehen freie Fettsäuren, die das umgebende Gewebe reizen, Entzündungen hervorrufen und den natürlichen pH-Wert der Hautoberfläche beeinträchtigen. Dadurch ist unreine Haut besonders anfällig für bakterielle Infektionen. Kommen die verstopften Talgdrüsen mit Bakterien in Kontakt entstehen Pickel.

Die Auslöser

Nicht nur die hormonelle Veränderung in der Pubertät führt zu erhöhter Talgproduktion und Verhornung der Haut. Psychische Faktoren wie Stress und Kummer, bestimmte Arzneimittel, die hormonelle Veränderung während einer Schwangerschaft oder der Menstruation, Rauchen und falsche Ernährung sowie fehlende oder schlechte Pflege begünstigen die Entstehung von Pickeln ebenfalls.

 

Bildnachweis:

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