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Rotlicht gegen Unreine Haut

Ü30 und Pickel? Warum und was hilft dagegen?

Längst erwachsen, aber die Haut benimmt sich wie in der Pubertät? Für Frauen über 30 ist Akne besonders belastend. Drei Tipps die Besserung verschaffen.

 

Spätakne ist kein seltenes Problem, sondern betrifft viele. Insbesondere Frauen zwischen 25 und 45 Jahren haben mit dieser Form der Akne zu kämpfen. Der Hauptgrund dafür liegt in der Veränderung des Hormonaushaltes. Das Absetzen der Pille, eine Geburt und später auch die Wechseljahre verursachen Hormonschwankungen. Damit einhergehend leidet die Haut plötzlich wieder wie in der Pubertät. Aber auch Stress im Job und privat unterstützt die Bildung von Pickel und Mitessern. Mit professioneller Unterstützung, der richtigen Pflege und einer bewussten Ernährung können sich Betroffene aber bald über einen reinen Teint freuen.

Die Pflege: stark & sanft zugleich

Die Kosmetikindustrie kennt viele Wässerchen und Cremen, die schnelle Abhilfe in Sachen Hautunreinheiten versprechen. Im Gegensatz zur Pflege zwischen 16 und 25 Jahren gilt es, im mittleren Alter veränderte Hautbedürfnisse der Haut zu beachten und zu berücksichtigen.

Rotlicht gegen Unreine Haut

Vorsicht bei Anti-Aging-Produkten

Mit Ü30 bilden sich erste Fältchen, der Teint wirkt ein bisschen fahler, da und dort treten vielleicht Pigmentflecken auf. Viele Frauen greifen erstmal zu Anti-Aging-Produkten. Was viele aber nicht wissen: Auch hier gilt es die Inhaltsstoffe zu prüfen und dem Hautbild anzupassen. Unreine Haut braucht spezielle Pflege, die nicht zu fettig und schwer ist. Gerade bei Cremes mit Anti-Aging-Versprechen sollte man vorsichtig sein. Mittlerweile bietet die Kosmetikindustrie auch Anti-Falten-Produkte speziell für Erwachsene mit unreiner Haut an.

Rotlicht gegen Unreine Haut

Vorsicht bei aggressiven Reinigungsprodukten

Oftmals werden Pickel und Mitesser automatisch mit fettiger Haut assoziiert und zu aggressive Reinigungsprodukte verwendet. Auch wenn Pickel und Mitesser auftreten, können die Haut oder einzelne Stellen im Gesicht trocken und empfindlich sein. Die richtige Reinigung inklusive Feuchtigkeitsversorgung ist das A&O für schöne Haut. Sie darf allerdings nicht zu aggressiv sein, sonst reizt sie die Haut und verschlimmert Entzündungen bzw. kurbelt die Talgproduktion an. Eine sanfte Reinigungsmilch oder mildes Mizellenwasser helfen, die Haut sauber zu halten. Sehr fettige Hautstellen dürfen auch mit Gesichtswasser, das etwas Alkohol enthält, gepflegt werden.

Rotlicht gegen Unreine Haut

Wirkstoff-Talente: Serum & Öl

Seren haben eine flüssige oder auch gelartige Konsistenz mit besonders hochkonzentrierten Wirkstoffen und helfen, trockene Hautpartien an der Stirn und Fältchen rund um Augen und Mund zu mindern. Am besten nach der Reinigung auftragen damit die Substanzen tief in die Haut eindringen können.

 

Retter in der Not sind Gesichtsöle. Die Pflegetalente mindern einen glänzenden Teint sowie Entzündungen und beugen Pickeln vor. Bislang hielt sich der Irrglaube, Öl würde Mischhaut noch mehr zum Glänzen bringen. Zudem verstopfe es die Poren und begünstige damit weitere Pickel und Pusteln. Falsch! Viele Öle besitzen talgregulierende Inhaltsstoffe. Der Haut wird signalisiert, dass sie weniger Fett produzieren muss, da sie bereits von außen mit genügend Fetten versorgt wird. Der Effekt: Der Teint glänzt weniger stark und gleichzeitig werden Pickel und Unreinheiten reduziert. Das Öl wirkt antibakteriell sowie entzündungshemmend und macht es damit zum geeigneten Pflegekandidaten für unreine Haut.

Die Ernährung: Milch & Zucker vermeiden

Die meisten Wissenschafter sind sich darin einig, dass Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index und Milchprodukte unreine Haut verstärken können. Das liegt daran, dass beide Lebensmittel dafür bekannt sind, die Produktion männlicher Hormone zu stimulieren. Diese wiederum begünstigen Unreinheiten und Akne.

Der glykämische Index (G.I.) ist ein Rating-System für Lebensmittel mit Kohlenhydraten. Er zeigt die Auswirkungen, die sie auf den Blutzucker haben. Hochglykämische Kohlenhydrate werden vom Körper schnell abgebaut und verursachen einen raschen Anstieg des Blutzuckers. Das beantwortet unser Körper damit, dass er mehr Insulin und – damit einhergehend – mehr männliche Hormone produziert.

Wie Menschen produzieren auch Kühe während der Schwangerschaft Hormone. Diese haben eine ähnliche Wirkung wie Insulin und stimulieren die Produktion der männlichen Hormone. Daher gilt: Einfach die Haut beobachten, gegebenenfalls auf Pflanzenmilchprodukte umsteigen, sowie Zucker und Weißmehlprodukte weitgehend vermeiden. Xylitol statt Zucker und Vollkornprodukte sind gute Alternativen, die den Blutzuckerspiegel nicht bzw. weniger beeinflussen.

Ärtzliche & kosmetische Hilfe

Wer der Lage nicht allein Herr wird, sollte einen Dermatologen und Gynäkologen zu Rate ziehen, um abzuklären, wie der Hormonspiegel tatsächlich aussieht. Gemeinsam kann ein Ursachenprofil und ein Behandlungsplan erstellt werden. Der regelmäßige Gang zur Kosmetikerin ist ebenso ratsam. Mit Hilfe von Fruchtsäurepeelings, Mikrodermabrasion und speziellen Masken werden Pusteln und Mitesser professionell behandelt.

 

Bildnachweis:
unsplash

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